Fallbeispiel 2

Psychotherapeutisch-homöopathische Behandlung eines 12-jährigen Mädchens mit Ängsten und Warzen an den Händen

Das kräftige, sportliche Mädchen zeigt seit etwa einem halben Jahr multiple Warzen an den Händen, die durch die konventionell-dermatologische Behandlung bisher nicht einzudämmen waren. Die Warzen traten zum Zeitpunkt der Trennung ihrer Eltern erstmalig auf. Sie macht einen zurückhaltenden Eindruck. Auch in der Schule hat sie Probleme und kann sich nicht gegen die Hänseleien ihrer Schulfreunde wehren. Sie fühlt sich als Außenseiterin und hat wenig Freunde. Die schulischen Leistungen sind seit einem halben Jahr schlechter geworden. Die anfänglich verordneten „typischen“ Warzenmittel wie Thuja, Medorrhinum, Silicea zeigten keine Wirkung. Schließlich verordnete ich – auch unter Berücksichtigung ihrer psychischen Situation – Natrium muriaticum. Zusätzlich zur Warzenerkrankung hatte sie während der homöopathischen Behandlung noch ein Symptom entwickelt, was mich auf dieses Mittel aufmerksam machte: Die Haut der Handinnenflächen schilferte ab und konnte in Fetzen abgezogen werden! Nach einmaliger Gabe des Arzneimittels in einer Hochpotenz (Natrium muriaticum C200) verschwanden innerhalb von 2 Wochen die Warzen, die Haut der Handinnenflächen normalisierte sich. Auch psychisch machte sie einen stabileren Eindruck. Natrium muriaticum gilt in der Homöopathie als klassisches Mittel für „stillen Kummer“!

In mehreren Gesprächen kamen ihre großen Ängste, die durch die Trennung ihrer Eltern verursacht wurden, zur Sprache. In diesen Gesprächen wurde das Kind bestärkt, die Situation seiner Eltern unabhängig von sich selbst zu sehen, und die Schuld, sie könnte mit dieser Situation etwas zu tun haben, konnte von ihr genommen werden. Auch wurde sie bestärkt, ihren Eltern ihre Wünsche und Gefühle mitzuteilen, sich ihnen zu zeigen in ihrer Not und ihren Bedürfnissen. Dies gelang ihr während der Behandlung immer besser, so dass ihr Selbstwertgefühl auch wieder stärker wurde und sie sich dementsprechend auch in der Schule wieder besser durchsetzen konnte.

So konnte die kombinierte homöopathisch-psychotherapeutische Behandlung dem Kind sowohl körperlich als auch psychisch helfen.