Gruppentherapie

Die tiefenpsychologisch-fundierte und analytische Psychotherapie sind Methoden, die auch in einer Gruppe gut angewendet werden können. Der Gruppenrahmen bietet die Möglichkeit, soziale Beziehungen auszuprobieren und neue Beziehungeserfahrungen zu machen. Dazu dient wieder das „Handwerkszeug" der Introspektion und Reflexion, denn der Gruppenleiter/ die Gruppenleiterin leitet die Mitglieder dazu an, ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen und ihr Gruppenverhalten zu reflektieren.

Die Gruppenmitglieder untereinander erleben unbewusst mitgebrachte familiäre Beziehungsmuster. Geschwisterbeziehungen werden deutlich, wenn z.B. zwei Gruppenmitglieder um die Gunst des Gruppenleiters buhlen. Der Leiter oder die Leiterin wiederum werden von den Mitgliedern als Elternrepräsentanzen erlebt.

Anders als in der Einzeltherapie spiegelt sich also in der Gruppe der gesamte familiäre Hintergrund der jeweiligen Mitglieder.

Und wie in einer Familie kann auch eine gut funktionierende Gruppe Halt geben: gibt es bei einem Mitglied krisenhafte Situationen, kann es auf Hilfe und Unterstützung durch die Gruppe hoffen.

Besonders Menschen mit Beziehungsstörungen, sozialen Phobien, Ängsten und Depressionen können von einer Gruppentherapie sehr profitieren.